samstag, 28. märz 2015. basel.

der erste tag meiner 16-tage-restaurant-und-café-tour hatte es bereits in sich. zuerst ging's um kurz nach vier ins pfifferling deli im gundeli. ich hatte schon mehrmals sehnsüchtig durch ihr schaufenster gestarrt, ohne es je hinein zu schaffen. heute war es endlich soweit und eigentlich wollte ich mir nur einen kleinen snack verschaffen, weil am abend grosses fressen angesagt war – aber dazu später mehr.

schlussendlich habe ich mir eine pouletbrust zu gemüte geführt. und weil es das fleischmenü so vorsieht, gab es noch drei verschiedene salate dazu. ja dann: bitte einmal randen-quinoa-salat, einmal wirsing-orangen-salat und noch ein dritter, dessen exotische kombo ich vergessen habe. begleitet wurde das ganze von einem apfel-minze-eistee. als mir der nette mitarbeiter den teller mit der pouletbrust zurechtgarnierte, grinste er fröhlich zur chefin rüber; was wohl so viel hiess wie, "jetzt haben wir kurz vor ladenschluss doch noch das letzte stück fleisch verkauft und müssen es nicht wegwerfen." aufgrund der nähe zur schliessung für's wochenende war die portion entsprechend gross. was raus muss, muss halt raus.

von vorn bis hinten war alles frisch und hausgemacht und somit natürlich gleich doppelt gut. zum abschluss gab es einen espresso mit bohnen aus der rösterei rast, die unter anderem auch das unternehmen mitte beliefern. laut ihrer karte ist ihnen im pfifferling ein guter kaffee wichtig. das zeigt sich unter anderem an der auswahl sortenreiner filterkaffees. also nicht nur leeres geschwätz.

zusätzlich zu grossartigen speisen für den direktverzehr haben sie haufenweise eingemachtes und selbstgemachte konfitüren im angebot. ein glas zwetschgenkonfi mit zimt für das sonntagmorgenfrühstück am nächsten tag musste also in meinen rucksack.

pfifferling zwetschgenkonfi

kostenpunkt: 45.50 für alles
wiederkommwahrscheinlichkeit: sehr hoch


zum abendessen führte der weg in eine basler traditionsbeiz; ins restaurant schnabel am rümelinsplatz. was einem hier zuerst ins auge sticht, ist das fasnachtscliquenstammlokalambiente. nun denn, solang das essen gut ist.

und das war es durchaus. zum aufwärmen gab es ein eher gewöhnungsbedürftiges printemps-bier aus dem hause grimbergen (das monatsbier), gefolgt von einem "buure"-rösti mit schinken, spiegelei und raclettekäse überbacken (fr. 26.50) und zum abschluss des tages ein erdbeerengratin; soll heissen erdbeeren, champagner-sabayon und vanilleglace (fr. 14.50). sowohl das rösti als auch das dessert haben ihren zweck erfüllt. das erstere war sättigend, das letztere zum dahinschmelzen gut.

die atmosphäre mit dem in die jahre gekommenen mobiliar lässt etwas zu wünschen übrig, dafür waren service und essen ganz ordentlich.

kostenpunkt: 140.00 für drei personen, inklusive trinkgeld
wiederkommwahrscheinlichkeit: ja, wenn sonntags alles geschlossen oder voll ist; für mich kein stammbeizpotential