dienstag, 31. märz 2015. basel und solothurn.

heute gibt es gleich eine doppelte ladung koffein. zuerst im ca'puccino an der falknerstrasse (ohne website, afaik). ein kleiner, feiner laden, der schon lange hier ist, in den ich es bis heute aber nie geschafft habe. seit jeher wird ihre eingangstür von einem siebträger als türgriff geschmückt. ein netter touch.

die bedienung ist freundlich, das café charmant, der espresso (fr. 4.00) gut. die tische sind klein und kuschelig, so dass gerade mal zwei ellenbogenpaare und zwei kaffeetassen darauf platz haben. sehr italienisch eben. ich bleibe jedoch nicht lange und gehe für ein paar stunden in die mitte, da ich noch ein bisschen internet brauche; was dann dort für mich nicht funktioniert.

kostenpunkt: 5.00, inklusive trinkgeld
wiederkommwahrscheinlichkeit: durchaus gegeben


am abend geht es nach solothurn zu einem spontanen abendessen mit der familie.

ich bin zu früh und genehmige mir deshalb noch einen espresso im barock café direkt an der aare. die junge barista hantiert etwas unbeholfen mit dem siebträger und der espressomaschine und muss auch immer wieder bei ihrem chef (oder was ihr chef zu sein scheint) nachfragen, wie das jetzt genau funktioniert. schlussendlich schafft sie es und auf meine frage, ob das ihr erstes mal gewesen sei, antwortet sie ganz stolz, "ja, das war die premiere." und sie hat es gut gemacht. ein wunderbarer espresso (fr. 3.90) und das café ist auch gemütlich; leicht verwinkelt mit bequemen tischen und quasi sicht auf den fluss. und erst die öffnungszeiten: täglich bis 00:30 und am wochenende bis 02:00 uhr morgens. davon können wir in basel nur träumen. gut, sie sind "café & bar," aber trotzdem.

kostenpunkt: 5.00, inklusive trinkgeld
wiederkommwahrscheinlichkeit: wenn ich mal wieder an der solothurner aare entlangspaziere, gehe ich ganz bestimmt hier rein


aber jetzt auf ins kreuz, sonst bin ich doch noch zu spät. das kreuz ist wie das hirscheneck in basel eine genossenschaftsbeiz und erinnert mit seinem interieur und der atmosphäre auch sehr stark ans hirschi. die karte ist extrem übersichtlich, was mir gefällt. ich mag es, wenn sich ein restaurant auf ein paar gerichte konzentriert und sich somit die möglichkeit gibt, diese zu perfektionieren.

kreuz rosshuftsteak

vorgeglüht wird mit einem fleur d'abeilles (fr. 5.00) aus der egger-bier-brauerei in worb, ein wunderbar leckeres honigbier. als entrée gibt es einen im filoteig gebackenen geisskäse (fr. 15.00), welcher hervorragend kräftig ist und sehr gut mit dem süssen honigbier harmoniert. zum hauptgang wird ein mediumgebratenes rosshuftsteak mit cous cous und gemüse (fr. 25.00) serviert und dazu ein dezi obac crianza aus mallorca (fr. 7.50) ausgeschenkt. das steak ist anfangs etwas zäh aber wird durch mehrfaches anstarren mit der zeit zarter und ist schlussendlich ausgezeichnet. für das dessert lasse ich mir eine cremino di torino auftischen, ein laut karte "cremiges schoggiköpfli mit geschlagener vanilleglace." geschmackstechnisch ist es ungebackener schoggikuchenteig und es ist wunderbar. hashtag #himmel und so. was hier fr. 9.50 kostet, wäre in basel wahrscheinlich doppelt so teuer, vor allem bei der portionsgrösse.

kulinarisch ist das kreuz das highlight der letzten vier tage. ich bin gespannt, wie es sich über die gesamte distanz der 16 tage schlagen wird.

kostenpunkt: 62.00 für meinen teil (keine ahnung, was wir für vier personen gezahlt haben; frau mama hat gegen meinen willen die rechnung übernommen)
wiederkommwahrscheinlichkeit: ist durchaus gegeben; ich bin leider viel zu selten in solothurn